Page 2 - Ausgabe_11_2018
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Editorial










                                                                                                                                      Liebe Leserinnen und Leser,

                                                                                                                                      der November ist der Monat, den die Aura des Mystischen umgibt
                                                                                                                                      wie keinen anderen. Er beginnt mit Halloween, ursprünglich einem
                                                                                                                                      alten keltischen Totenfest, und mit Allerheiligen, dem Tag, an dem
                                                                                                                                      wir in besonderer Weise unserer Toten gedenken, und ist tief mys-
                                                                                                                                      tisch in uns verankert. Dabei meint Mystik spirituelle Erlebnisse
                                                                                                                                      und Aussagen, die wissenschaftlich nicht objektivierbar sind, für
                                                                                                                                      den Einzelnen aber durchaus real. Jeder von uns erinnert sich doch
                                                                                                                                      an das eine oder andere Ereignis, das er schon im Vorfeld wahr-
                                                                                                                                      nahm, ohne es sich erklären zu können, wie etwa Mütter nachts
                                                                                                                                      aufwachen und spüren, dass es ihrem Kind nicht gut geht. Selbst in
                                                                                                                                      unserem so gepriesenen Informationszeitalter lässt sich nicht alles                 Maria Bentz-Arens
                                                                                                                                      erklären und man steht oft vor der alten Erkenntnis: „Ich weiß,                     und Stephan Arens
                                                                                                                                      dass ich nichts weiß.“

                                                                                                                                      Altes Wissen ist oft in Vergessenheit geraten oder wird als Humbug
                                                                                                                                      abgetan. Dabei ist der Mensch (auch) ein spirituelles Wesen und als
                                                                                                                                      solches noch kaum erforscht. In unserer technisch-wissenschaftlich
                                                                                                                                      geprägten Welt ist spirituelles Leben arg in den Hintergrund getre-
                                                                                                                                      ten, während es bei indianischen oder afrikanischen Naturvölkern,
                                                                                                                                      die sich ihr altes Wissen bewahrt haben, selbstverständlicher Teil
                                                                                                                                      des Alltags ist. Da stellt sich die Frage, ob eine sinnvolle Kombina-
                                                                                                                                      tion beider Lebensweisen die Menschheit nicht ein gutes Stück wei-
                                                                                                                                      terbringen würde. Vertun wir nicht eine große Chance, wenn wir
                                                                                                                                      diese gewaltige Spiritualität nicht in unserer Leben integrieren?
                                                                                                                                      Dr. Fritz Fenzl beschäftigt sich intensiv mit diesen Fragen und hat
                                                                                                                                      uns auf dem mystischen Drachenweg von München über Einiges
                                                                                                                                      die Augen geöffnet. Lassen Sie sich auf das Abenteuer ein und be-
                                                                                                                                      gleiten Sie uns auf diesem Weg – es ist faszinierend!

                                                                                                                                      Wussten Sie, dass die älteste Pyramide der Welt in Europa, in
                                                                                                                                      Bosnien, zu finden ist? Dass sie mehr als ein beeindruckendes Bau-
                                                                                                                                      werk ist, darüber klärt uns Professor Dr. Bisera Suljic-Boskailo in
                                                                                                                                      ihrem sehr interessanten Artikel auf.

                                                                                                                                      Spiritualität und Mystik haben rein gar nichts mit Hokuspokus
                                                                                                                                      oder schwarzer Magie zu tun, wohl aber in weiten Teilen mit dem
                                                                                                                                      Unterbewusstsein. Wie sich dieses durch Hypnose erreichen und
                                                                                                                                      positiv beeinflussen lässt, zeigt uns die erfahrene Hypnotiseurin
                                                                                                                                      Annette Meier.

                                                                                                                                      In einer Zeit des allgemeinen Werteverfalls und zunehmender all-
                                                                                                                                      gemeiner Unsicherheit ist das Bedürfnis nach Spiritualität wieder
                                                                                                                                      stark gewachsen. Die Menschen sind dabei nämlich auch auf der
                                                                                                                                      Suche nach ihren Wurzeln. Denn Vieles erschließt sich erst, wenn
                                                                                                                                      man die Vergangenheit begreift und seine Wurzeln kennt.

                                                                                                                                      Herzlichst,
                                                                                                                                      Ihre Maria Bentz-Arens und Stephan Arens










                                                                                                                                                                                   3
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