Page 3 - Ausgabe_10_2018
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Editorial










               Liebe Leserinnen und Leser,

               dass unsere Vorfahren vor 1,9 Millionen Jahren das Kochen er-
               fanden, zählt zu den besonders revolutionären Fortschritten der
               Menschheit. Denn was da in Erdlöchern und einfachen Steinöfen
               über offener Flamme brutzelte, war kalorisch höherwertig und ließ
               sich besser aufschließen, als Rohkost. So konnte der Homo Sapiens
               besser Energiereserven anlegen und hatte so einen echten Evolu-
               tionsvorteil.

               Über das Essen in seiner reinen Funktion der Lebenserhaltung sind
               wir Menschen des 3. Jahrtausends weit hinaus. Kochen hat nun
               einen viel umfassenderen Stellenwert und Kochen ist nicht gleich                    Maria Bentz-Arens
               Kochen. Auf dem Gebiet gibt es echte Künstler, die wir hier vor-                    und Stephan Arens
               stellen und die täglich beweisen, dass ein phantasievoll zubereitetes
               Essen alle Sinne anspricht und das daraus entstehendes Wohlge-
               fühl auch der Seele gut tut.

               Bayern ist schon lange nicht mehr die Diaspora der Haute-Cuisine,
               Kochgiganten wie Eckart Witzigmann und Heinz Winkler haben
               dazu einen enormen Beitrag geleistet. Findige Fernsehmacher ha-
               ben Trend erkannt und erreichen mit Koch-Sendungen seit Jahren
               Höchstquoten. Kochbuch-Verlage erreichen Umsatzrekorde und
               selbst in Taschenbuch-Romanen werden ganz selbstverständlich
               Kochrezepte dargestellt. Erfreulich ist, dass sich ein aufgeklärteres
               Ernährungsbewusstsein entwickelt, und wieder mehr Wert auf
               Qualität und regionale Produkte gelegt wird.
 Unsere Erzeuger  Nicht nachvollziehbar hingegen ist, dass trotz unseres heutigen


               Wissensstandes immer raffiniertere Umweltgifte in immer höhe-
               ren Mengen verwendet werden dürfen, statt das man sie reduziert
 sind Superhelden!  oder ganz verbietet. Absolut unmoralisch und verwerflich ist die
               Massentierhaltung, in der die Tiere grausamst gequält und noch
               lebendig wie ein Abfall behandelt werden. Dagegen ist bisher noch
               keine Partei wirksam vorgegangen. Es darauf zu schieben, dass
               der Verbraucher billiges Fleisch haben will, ist in einem so reichen
               Land nicht hinnehmbar.

 Erfahren Sie mehr über unsere Helden   Mensch und Natur bilden eine Einheit und wenn die Natur nicht
               die ihr gebührende Wertschätzung erfährt und so missbraucht
 aus Ihrer Region unter:  wird, kann sich niemand über Schweinepest, BSE, Vogelgrippe,
               Bienensterben und von Nahrungsmitteln hervorgerufene Allergien
               und Krankheiten ernsthaft wundern.
 www.genial-regional.de  Wir bekommen die Rechnung bereits präsentiert. - Denken wir


               darüber nach!

               Herzlichst Ihre
               Maria Bentz-Arens und Stephan Arens












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