Page 11 - Ausgabe_07_2018
P. 11

MICHAEL GRAETER
                                                                                         SÜNDEN & SCHÖNES
                                                                                         SÜNDEN & SCHÖNES





 LICHTBLICK 3


 Fremdenverkehrsfreundlicher Ladenschluß in  Geschäftsleute ein. Jetzt scheint es aber ak-
 München? SPD und CSU wollen, dass der Tou-  tuell zu werden.“Wir prüfen ergebnisoffen
 rist an Sonn- und Feiertagen Souvenirs oder  und wollen den Stadtrat zum Jahresende mit
 München-Andenken kaufen kann. Für großzü-  dem Thema befassen“, erklärt KVR-Sprecher
 gerige Öffnungszeiten liegt ein Antrag bei OB  Johannes Mayer. Der Bezirksausschuss Alt-
 Dieter Reiter vor. Das zuständige Kreisverwal-  stadt-Lehel befürwortete bereits mit deutli-
 tungsreferat bearbeitet bereits das „Novum“.  cher Mehrheit eine Sonntagsöffnung dieser
 Es wird aber dauern. Vor acht Jahren setzte  Läden.
 sich schon die CSU-Stadtratsfraktion für die












 SCHANDFLECK 1

 Fünfjähriges „Bestehen“ feiern zwei Münchner                                                               FOTOS: MICHAEL GRAETER
 Straßenlaternen mit rotgestreiften Betonklotz
 und frei hängendem Kabel, die anscheinend
 nach Baumassnahmen bei der „Hofstatt“ in   SEHR BEQUEME NEUE SITZKULTUR: „STÜHLE“ EINES LOKALS IN DER KÖNIGSKLASSE.
 der Innenstadt vergessen wurden. Sie sehen
 potthässlich aus und behindern erheblich   SCHANDFLECK 2
 den  Fußweg. Beide  Lampen  stehen  in  der
 Hackenstrasse, die eine vor der bewachten   Mancher Wirt muss wenig von seinen Gästen  schaft angeboten. Im Zuge der neuen Leucht-
 Wohnung eines israelischen Diplomaten und   halten, sonst würde er die Kundschaft nicht  schrift des Cafés, das merkwürdigerweise von
 die andere an der Ecke des stillgelegten Ur-  wie im ehemaligen Lokal „Forum“ in der Mül-  der Stadt München unterstützt wird, wurden die
 alt-Lokals „Hundskugel“, die eine zeitlang in   lerstraße auf Biertragln sitzen lassen oder auf  holzsplintspendenen Sitzhölzer mit erkennba-
 den Händen von Rudolph Moshammer war,   abgeschnittenen Paletten wie in der Nachbar-  ren Stühlen ausgetauscht. Was ein Fortschritt.
 der vor Jahren bei Honorar-Streitigkeiten mit
 einem Wellness-Experten ums Leben kam.



            SCHANDFLECK 3
 FOTO: MICHAEL GRAETER  Auf dem von aller Welt besuchten Marienplatz

            verpatzt nonstop die Anwesenheit von über
            einem  Dutzend  Rikschas  die  Schönheit  des
            Münchner Herzens. Die dreirädrigen Rad-Ta-


 STÖRT DEN FUSSWEG: DIE VERGESSENE STRASSENLAMPE   xis müssten dort nicht so massiert stehen und
            könnten auch in Seitenstraßen auf Kundschaft
 IN DER HACKENSTRASSE.
            warten. Einen Schönheitspreis gewinnen die-
                                                                                                            FOTO: MICHAEL GRAETER
            se merkwürdigen Mobile ohnehin nicht. Die
            Szene erinnert an die Kulis von Manila.




                                                             RADL-GELAGER: DIE RIKSCHAS AUF DEM MARIENPLATZ.

  10                                                        11
   6   7   8   9   10   11