Page 3 - Ausgabe_06_2018
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EDITORIAL







                  Liebe Leserinnen und Leser,

                  gegenüber exklusiven Vereinen bestehen oft Vorbehalte, die sich bis zum Neid steigern.
                  Dabei haben sie über ihren Vereinszweck hinaus wichtige gesellschaftliche Funktionen, die
                  der Allgemeinheit durchaus zugute kommen. Hier wird viel ehrenamtliches Engagement
                  geleistet, werden Netzwerke geknüpft und wird ausgeprägtes Sozialverhalten gezeigt. Am
                  wichtigsten aber scheint uns die Pflege von Tradition und Kultur zu sein. Sie meinen, dafür
                  besteht heute kein Bedarf mehr? Warum schauen dann alle sehnsuchtsvoll auf die jüngst
                  stattgefundene Hochzeit im englischen Königshaus? Weil es genau um diese Werte geht:
                  Traditon, eigene Kultur und ihre Wurzeln. Und was die Vereine mit einem gewissen An-
                  spruch angeht, so darf man sagen, dass sie schon längst nicht mehr nur der Oberschicht
                  vorbehalten sind. Als Beispiel stellen wir den Bayerischen Yachtclub in Starnberg vor.
                  Superreiche stehen besonders im Licht der Öffentlichkeit und werden häufig um ihr sor-
                  genfreies Leben beneidet. Sicher nicht immer zu Recht, wie das Beispiel der Milliarden-Er-
                  bin Athina Onassis zeigt, die für den Reitsport lebt. In vielen Bereichen hat heutzutage der
                  Geldadel den traditionellen Adel abgelöst, bzw. mit ihm gleichgezogen. Auch und beson-
                  ders, was Verantwortung, soziales Engagement und den Einsatz für jene angeht, denen
                  das Schicksal keinen Platz auf der Sonnenseite des Lebens zugewiesen hat. Als besonde-
                  res Beispiel dafür darf sicher Bill Gates gelten, der große Teile seines Milliardenvermögens
                  für Belange der Allgemenheit stiftet. Und solchen Menschen sollte man neidlos gönnen,
                  wenn sie sich zum Beispiel superteure Yachten leisten, wie sie uns Michael Graeter vorstellt.
                  Der Bayerische Fersehpreis ist natürlich nicht die goldene Palme von Cannes, aber eine
                  Auszeichnung, auf die ihre Träger zu Recht stolz sein können. Und auch diese Verleihung ist
                  ein Ausdruck von Kultur, wenn sich die Ausgezeichneten in diesem besonderen Rahmen im
                  besten Lichte präsentieren. Vielleicht können wir Ihnen vermitteln, selbst ein wenig dabei
                  gewesen zu sein.

                  Und nun wünschen wir Ihnen viel Freude beim Lesen!



                  Herzlichst Ihre

                  Maria Bentz-Arens und Stephan Arens
























                                                                   Maria Bentz-Arens       Stephan Arens
                                                                   Kreativleitung          Redaktionsleitung






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